Wo sind die Tiere zu Hause und was fressen sie?

Unser biologisch geführter Bergbetrieb umfasst rund 10 Hektaren, wovon der grösste Teil mit Gras bewachsen ist. Dies dient unserer Mutterkuhherde als Nahrung. Während der ganzen Vegetationszeit sind unsere Tiere täglich auf der Weide, den ganzen Sommer verbringen sie auf der Alp Im Winter steht den Mutterkühen ein grosszügiger Laufhof zur Verfügung und sie erhalten das betriebseigene, kräuterreiche Heu serviert.

Kuh und Kalb - wie leben sie?

Unsere Mutterkuhhaltung zeichnet sich dadurch aus, dass die Jungtiere ihr ganzes Leben bei ihren Müttern im Herdenverband verbringen. So trinken die Kälber die Milch direkt ab Euter und die Muttertiere produzieren nur so viel Milch wie ihr Kalb benötigt.

Wann wird geschlachtet? Wie kann ich Fleisch kaufen?

Mit zehn bis elf Monaten werden unsere Bio-Jungrinder von einem Metzger unseres Vertrauens geschlachtet. Danach erhält das Fleisch Zeit zum Reifen, ehe wir es pfannenfertig aufteilen, portionieren und vakuumieren. Gerne lassen wir Sie das aromatische Bio-NaturaBeef Rindfleisch, welches in der Zartheit mit Kalbfleisch verglichen wird, jedoch das intensive Aroma von Rindfleisch enthält, kosten. Wir verkaufen Ihnen unser Rindfleisch gerne im Mischpaket ab 1/16 Tier (d.h. ca. 9kg) oder in Einzelstücken.

 

Mischpaket? Was erhalte ich da? Was koche ich damit?

 

Kulinarisch interessant ist die Zusammensetzung eines Mischpaketes. Es enthält Plätzli à la minute, welche ihre vitaminreichen Fitnessteller im Handumdrehen optimal ergänzen. Das Hackfleisch mundet im Chili con carne, zu dem wir Ihnen getoastetes Brot empfehlen. Das Siedfleisch schmeckt als Vitello tonnato hervorragend und das Entrecôte – perfekt gebraten – mit einem Thymianbutterhäubchen versehen, präsentiert sich prächtig auf dem Teller neben Ihrem Gartengemüse und den Ofenkartoffeln. Die Saftplätzli traditionell mit Gemüse und Speck geschmort, das Geschnetzelte als Rindscurry mit Peperoni und Erbsen asiatisch aufgetischt, der Rindsragout mit Rosmarinsauce zum Kartoffelstock serviert und der Braten nach Weinbauernart mit Champignons und Eierschwämmchen im Ofen geschmort. Bleiben nur noch das Filet- und das Huftstück, wobei wir Ihnen empfehlen diese Stücke mit Kaffee zu marinieren und nach dem Niedergaren mit einer Kaffeesauce zu versehen. Dies ergibt einen herrlichen, leicht rauchigen Gout.

 

Warum unser Rindfleisch fair ist? Darum...

auserlesene Rassen

 
 
 
 

Kuh und Kalb werden nicht getrennt

Die Kälber bleiben nach der Geburt bei der Mutter und in der Herde. Es gibt bei uns nur eine Gruppe, alle leben im natürlichen Herdenverband. Hier bleiben die Jungrinder auch bis zur Schlachtung und partizipieren an den Sozialstrukturen und der natürlichen Rangordnung in der Herde.

 

Keine Konkurrenz zur menschlichen Ernährung

Da unsere Kühe und Rinder nur Futter von Flächen fressen, die nicht für den Ackerbau geeignet sind, entsteht keine Konkurrenz zur menschlichen Ernährung. Wir Menschen könnten das was auf diesen – meist steilen – Flächen wächst, nicht direkt als Nahrung nutzen. Deshalb ist eine Veredelung des Grases durch die Tiere hier die einzig sinnvolle Produktionsform.

Ausschliesslich betriebseigenes & kräuterreiches Futter

Zu geschlossenen Nährstoffkreisläufen gehört auch, dass unsere Rinder nur das fressen, was hier oben wächst. Wir füttern ausschliesslich betriebseigenes Futter aus Gras von unseren Wiesen. Kraftfutter braucht es nicht, schliesslich sind die Kühe Wiederkäuer und keine Getreidefresser. Wir achten aber auf eine ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen und Salz.

 

Täglich frische Bergluft

Unser Hof liegt in der Bergzone 1 auf 840 müM. Das ist noch keine Alp, auch noch kein Gebirge. Aber es ist Natur, Leben im Grünen und frische Luft. Und keine Lichtverschmutzung. Was nicht nur die Tiere schätzen!

Schlachtung und Verarbeitung vom Profi
Wir achten die Würde unserer Tiere. Deshalb legen wir Wert darauf, dass die Schlachtung professionell abläuft und die Qualität des Fleisches nicht leidet. Auch Sie spüren das, wenn Sie das hochwertige Fleisch geniessen. So ist uns ein Vertrauensverhältnis zum Metzger besonders wichtig.

Einsatz von pflanzlichen Heilmitteln
Unsere Tiere sollen in einer Haltung leben, die ihre Gesundheit möglichst nicht belastet. Sollte trotzdem einmal eine Kuh oder ein Kalb krank werden, greifen wir auf pflanzliche Heilmittel oder traditionelle Hausmittelchen zurück. Antibiotika werden nur im äussersten Notfall eingesetzt, wenn damit einem Tier grosses Leid oder Schmerzen erspart werden können. Sie werden selbstverständlich auch nie vorbeugend eingesetzt.

Ruhiger Umgang von Mensch zu Tier
Unsere Tiere sind keine Nummern. Jedes Tier, auch die Jungrinder und Kälber haben einen Namen, einen eigenen Charakter und eine Beziehung zu uns als Bauernfamilie. Wir kennen die Tiere und sie kennen uns, wir reden mit ihnen und versuchen ihr Vertrauen durch einen ruhigen Umgang zu gewinnen. Die Tiere geben uns viel zurück!

Mist und Gülle der Tiere sind wertvolle, natürliche Dünger
Nur wer seine Nährstoffkreisläufe im Griff hat, kann eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen garantieren und Überdüngung verhindern. Mit einer sogenannten Nährstoffbilanz berechnen wir dieses Gleichgewicht und setzen unsere wertvollen Dünger - den Mist und die Gülle – gezielt und sorgfältig ein.

Extensive Fütterung – viele Omega-3 Fettsäuren
Wissenschaftliche Untersuchungen belegen: Fleisch von extensiv gefütterten Rindern enthält mehr wertvolle Omega-3-Fettsäuren und gilt daher als besonders gesund.

 

Keine künstliche Besamung
Unsere Kühe verbringen den ganzen Sommer zusammen mit anderen Kühen und einem Stier auf der Alp. So kommen sie im Herbst trächtig zu uns zurück. Die sehr weit verbreitete künstliche Besamung der Kühe passt nicht in unsere Philosophie.

 

Klimaschonende Stallungen
Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass die Ammoniakemmissionen stark reduziert werden können, wenn die Laufhoffläche der Kühe genügend Gefälle aufweist, sodass der Harn der Tiere rasch abfliesst und sich erst in der Güllegrube mit dem Kot vermischt. Deshalb weist unser Laufhof ein Gefälle zur Auffangrinne hin auf.

 

Ferien in den Bergen
Es ist belegt, dass sich die sogenannte Sömmerung, der Aufenthalt auf einer Alp während den Sommermonaten, positiv auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Tiere auswirkt. Unsere ganze Herde, Kühe und Kälber, erleben jedes Jahr einen spannenden Alpsommer von rund 100 Tagen in der Region Glaubenberg.

 
 
 
 
 
 
 
 

Hof Grossegg

Martin und Naemi Klaus

Grossegg 621

3419 Biembach

034 461 11 77